RÄUBER & GENDARMEN

Aufgabe: Wie kann ein Gebäude, das in bestimmten Nutzung unterliegt und einen hohen Sicherheitsanspruch erfüllen muss einen Dialog mit der Bevölkerung eingehen? 

Das Spiel ist ein Naturphänomen, das schon von Anbeginn den Lauf der Welt gelenkt hat: von der Gestaltung der Materie über ihre Organisation zu lebenden Strukturen bis hin zum sozialen Verhalten der Menschen. Grundelemente des Spiels – Zufall und Gesetz – bestimmen jegliches Geschehen im Universum. Auf dem Spielfeld bilden sich Muster, Information entsteht, die Gesetze von Selektion und Entwicklung treten klar hervor.“ (Manfred Eigen, Nobelpreisträger, Chemie)

Konzept: Das Verständnis des Polizeigebäude in einer Form einer gesellschaftlichen Offenheit darzustellen, basiert bei dem Konzept zu »Räuber und Gendarmen« auf den Verweis zu inszeniert, spielerischen Elementen. Die Kulisse dieses narrativen Spielfeldes bildet das Gebäude und sein Umfeld. 

Zwei Texteinheiten erzeugen im dialogischen Miteinander eine visuelle Poesie. Der massive Zaun, wie auch das Gebäude selbst werden als gestalterische Formen einbezogen. Gemeinsam entwickeln die Objekte konkrete Begriffe, die gemeinsam einen Freiraum für eigene Geschichten bilden. Die direkte Referenz auf die eigentlichen Begriffe, wie, Polizei und Räuber, werden spielerisch in subjektive Kindheitserfahrungen gerückt.
Der Räuber als linguistisches Objekt wird als bildhafte Skulptur mit Ambiguität gestaltet, läuft hyperaktiv hinter den Gittern über das Zwischengelände. Daneben der steht der Gebäudekörper mit dem Schriftzug Polizei, seine klaren Formen stehen für Ordnung und Stabilität. Doch werden die gewohnten Formkriterien des Schriftzuges Polizei in seiner gewohnten Darstellung dynamisiert. Polizei erscheint hier flexibel, die Schrift offen auf der Fassade verteilt, doch stets klar in der Erscheinung. Kein symbolisches Logo zeigt sich, sondern eine Anordnung der Buchstaben, die auf den Betrachter zukommen.