Eiswache

Für die Versorgungsbetriebe der Stadt Lahnstein sollte ein Kunstobjekt für den Neubau des Straßendienstes entstehen. Markant am Ort ist das Streumittelsilo und ein hoher Erdwall.

Das Kunstwerk »eiswache« schafft einen fiktiven Wachposten. Die »eiswache« ist als mehrteilige Skulptur ein begehbares Kunstobjekt, das den Innen- und den Außenraum des Geländes verbindet und sich in die besonderen räumlichen Gegebenheiten des Ortes, seiner Gebäude und seiner Grünflächen einfügt. 

Sie besteht aus dem länglichen Hauptkörper der »eiswache« selbst – mit ihrem Eingangstor samt erstem sichtbaren Raum der »eiswache« und dem Eistunnel. Der rote Schalensitz an der Frontseite ist funktional, lädt zum Wachen und Ruhen ein, und bietet Passanten und Besuchern damit die Möglichkeit, sich eine Zeit lang in das Wachen der Dienste einzureihen. Der Besucher betritt einen glänzenden blau-türkisfarbigen Raum aus Glasfaserkunststoff. An dessen Rückwand befindet sich eine verschlossene Tür, die gedanklich den hinteren (Tunnel-) Bereich der »eiswache« erschließen lässt. 

Aus dem runden Milchglasfenster der Rückwand dringt sanft pulsierendes, blaues Licht. Dabei steigern kühle Lichtfarben die Grundwirkung des Raumes. 

Wettbewerb: Kunst am Bau 2013

Ort: Lahnstein