Rose Bonbon

Rose bonbon est une nuance de rose

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Nationaler Wettbewerb 2. Platz, Freiraumgestaltung in Dirmstein

Idee:
Mit dem »Kristall Pavillon« wird ein spielerisches Kunstwerk vorgeschlagen, dessen inhaltliche Konzeption auf Elementen des Englischen Landschaftsgarten beruht.

Die ersten Gartenpavillons entstanden zur Zeit des Barocks im Zusammenhang mit erstmals, groß angelegten Gartengestaltungen. Die Gartenkunst wurde erstmals zu einem wichtigen Element der Architektur, der durch Menschen gestalteten Raum sollte die wilde Natur sichtbar von der gebauten Welt trennen.

Aufbauend auf diesen Grundlagen in der Gartenkunst, wurde beim Englischen Landschaftspark der Übergang zwischen bestehender natürlicher und künstlerischer Natur fließender verstanden. Staffage diente hier als narrative Elemente und idealisierte die Antike, die in ihre Wiederentdeckung maßgeblich die Zeit der Aufklärung beeinflusste. Auch Friedrich Ludwig von Sckell errichtete im Englischen Garten in München einen »Monopteros«, einen Pavillon, der einen griechischen Tempelbau simuliert. Dieser ist zu allen Seiten hin offen und spielt mit Blickachsen und einem erhabenen Seherlebnis.

Durch die dynamische Konstruktion, wird der Baukörper zur Skulptur und markanten bildhauerischen Element. Die gewählten Bewegungsachsen versetzen den Gartenraum in eine optische Rotation. Die Mauer wird durch die Achsenverläufe visuell übersprungen. Der statische Raum, den der Pavillon umspielt, löst sich vegetativ auf, die Formen des Objektes setzen sich im Umgebungsraum fort und die farbigen Gläser spielen mit Verhältnissen von Material und Dinglichkeit.

Die verwendeten Spezialscheiben akzentuieren mit farbige Licht den Weg und Wiesenbereich. Blickt man in die Kuppel des Objektes, so bilden sich kaleidoskophaft, wechselnde Farberlebnisse, sobald der eigene Standort verändert wird. Die Farben der Gläser sind aus dem Rotspektrum gewählt. Dies dient als komplementärer Kontrast zu dem vorherrschenden Grün der Hecke und Wiese.

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