Dokumentationsort für Georg Elser (2010)

Dokumentationsort für Georg Elser (2010)

Projekthintergrund: Es sollte ein Denkzeichen für Georg Elser in Berlin entstehen. Das ausgeschriebene Gelände ist in der Nähe der ehemaligen Reichskanzlei.

Konzept: Der Entwurf sieht die Realisierung eines Denkzeichens in Form eines Dokumentations- und Informationsortes vor. Er würdigt Georg Elsers Leben im Hinblick auf zwei Aspekte, einerseits auf sein normales, bürgerliches Leben, andererseits im Hinblick auf sein politisch motiviertes Attentat. Der Entwurf sieht also eine Verbindung von künstlerischer Arbeit und politisch-historischer Dokumentation vor. Das in der medialen Präsentation genutzt Archivmaterial wird in Kooperation mit dem Georg-Elser-Arbeitskreis in Heidenheim zusammengestellt.

Objekt 1: »Glanz und Halt« Ein Quader wird mit dunkelblauen Glasplatten verkleidet. Im Objekt befindet sich eine LED-Videowand, auf der Szenen des Lebens Georg Elsers vor dem Attentat zeigt. Ein LED-Lichtband im Boden des Weges dient als Hinführung zum zweiten Objekt der Dokumentationsstätte.
Objekt 2: »Höllenmaschinen-Trakt*« Eine begehbare Glasplatte ermöglicht den Blick in einen Schacht. Im unteren Ende befindet sich ein lichtstarker LED-Monitor, der Bilder, Texte und Filme zu der Thematik des Attentats und der Inhaftierung Georg Elsers projiziert. Der Kanal orientiert an der Tiefe des hier noch vorhandenen Gangsystems des ehemaligen Führerbunkers. Er symbolisiert ein Eindringen in die sichersten Bereiche des NS-Regimes.

* Georg Elser nannte selbst so seine Bombe
 

Konzeptionsanlass: Offener zweiphasiger Kunstwettbewerb – Denkzeichen für Georg Elser in Berlin. Ehemaliges nationalsozialistisches Regierungsviertel Wilhelmstraße / Wilhelmplatz.

Auslober: Kunst im Stadtraum und am Bau, Land Berlin, Berliner Senatskanzlei

 

 

Artist(s): Medium: , Site: http://www.georg-elser-arbeitskreis.de/